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Was ist eine Zirbe?

 

Die Zirbe – lat.: pinus cembra

 

 

DIE KÖNIGIN DER ALPEN

 

Nicht nur wohlriechend sondern auch beruhigend und gesund, birgt die Zirbe jene Charakterstärken, die dieses Holz für uns Menschen so interessant und hilfreich macht. Zirbenholz enthält ätherische Öle die unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden unterstützen können. Das ergaben auch Untersuchungen der Forschungsgesellschaft Joanneum Research aus Graz , dass sich beim schlafen in einem Zirbenbett bis zu 3.500 Herzschläge pro Tag „einsparen“ lassen.

Die Zirbe ist nachgewiesen antibakteriell, verhindert Mottenbildung im Kleiderschrank und ist wirklich schön anzusehen. Egal ob als Dekoration oder Möbelstück, mit oder ohne Asteinschluss, dieses Holz ist eine Bereicherung für  jedes zu Hause in dem Sie intensiv und gesund leben möchten.

 

WAS IST EINE ZIRBE?


In der Wissenschaft wird die Zirbe auch „Prinus cembra“ genannt. Er gehört somit zu der Familie der Kieferngewächse und steht z. B. der  oder der Schwarzkiefer am nächsten. Beheimatet ist der Zirbenbaum in den Alpen und den Karpaten weil dort optimale Bedingungen für das Wachstum herrschen. Auf einer Seehöhe von 1.400m bis ca. 2500m bildet die Zirbe meist die Waldgrenze und ist somit Abschluss, bevor es ins schroffe Gestein übergeht. In Tirol findet man die meisten und größten Zirbenwälder im Naturpark Hohe Tauern, im Ötztal und im Zillertal

 

DIE NADELN DER ZIRBE


Bei der Zirbe ist es anders als bei anderen Nadelhölzern die bei uns wachsen. Sie büschelt 5 Nadeln pinselartig an einem kurzen Trieb und die Nadeln werden zwischen 5 und 11 Zentimeter lang. Sie fühlen sich zwar rau an, aber sind sehr geschmeidig und biegsam und sind am vorderen Ende spitz wie eine Nadel. Allerdings verliert der Zirbenbaum die meisten Nadeln erst nach 4-6 Jahren bevor sich wieder neue und saftige Spitzen bilden die den Baum immer grüner und buschiger werden lassen

 

ZAPFEN MIT GESCHMACK


Unglaublich, aber die Zirbe blüht nur alle 6 bis 10 Jahre und das in der Zeit von Mai bis Juli. Die faustgroßen, rundlichen Zapfen mit den nussartigen Samen sind bis zum September voll ausgebildet. In der Reifezeit färben sich die Zapfen bläulich-grün bis violett und werden erst später hellbraun, wie man es von Baumzapfen eigentlich kennt. Im Durchschnitt enthält ein Zapfen über 90 Samen, die von den Waldtieren herausgelöst und verarbeitet werden. Die Bewohner der typischen Zirbenregionen haben schon vor unzähligen Jahren entdeckt, dass aus dem noch jungen und reifenden Zapfen ein gut schmeckender Schnaps hergestellt werden kann. Der leicht harzig schmeckende und bekömmliche Zirbenschnaps.

 

DIE VERMEHRUNG


Zirbennüsse, so werden die Samen der Zirbe genannt. Gerade weil sie - wie eine echte Nuss - sehr fett sind und von einer festen Schale umgeben, sind sie für den Tannenhäher sehr schmackhaft. Da die Nüsse sehr schwer, ohne Flügel und in einem Zirbenzapfen gefangen sind, sind sie auf den schlauen Vogel angewiesen, mit dem sie bis zur Waldgrenze und oft darüber hinaus transportiert werden. Auf sauren und nährstoffarmen Böden können die äußerst nährstoffreichen Samen keimen und tief reichende Wurzeln in die Erde treiben. Ohne die Tannenhäher gäbe es für die Zirben nur talwärts die Möglichkeit sich anzusiedeln und auch nur dann, wenn die Nüsse von Lawinen mitgerissen werden.

 

DER TANNENHÄHER


Dunkel gefiedert und voller Tatendrang ist der Tannenhäher maßgeblich für die Verbreitung der Zirbe verantwortlich. Für den Wintervorrat legt er bis zu 6.000 Futterdepots mit insgesamt ca. 100.000 Zirbensamen an. Im Volksmund auch "Gratsch" genannt werden von ihm weicher und lockerer Boden als Versteck bevorzugt. Dabei weiß er nicht, dass seine Verstecke ideale Brutstätten für die Keimung der Jungbäume sind. Die von ihm vergessenen Futterdepots sind der Start für neue, kleine Sprösslinge, die sich dort prächtig entwickeln können. Voraussetzung ist, dass die Depots nicht von anderen Tieren gefunden werden und so wachsen aus 1cm großen Samen im Laufe der Jahrhunderte mächtige Bäume mit bis zu 25 Metern Höhe und tonnenschwer.

 

GUT DING BRAUCHT WEILE


Unter allen Nadelhölzern wächst die Zirbe am langsamsten. Wenn vergleichbare Fichten schon lange zu ansehnlichen Bäumen herangewachsen sind, steht die Zirbe noch lange als dicht benadelter Busch da. Um so höher der Standort ist, umso geringer ist das Wachstum des Baumes. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass klein gewachsene Stämme bereits ein ausgesprochen hohes Alter aufweisen können. Zum Beispiel ist eine zehnjährige Zirbe, die auf 2.200m Seehöhe gewachsen ist, nur ca. 10 cm groß. Das Dickenwachstum verzögert sich und es ist daher keine Seltenheit, dass die Stämme bis zum 100. Jahr kaum mehr als 20cm  im Druckmesser haben.

 

ALT UND WEISE


Durchschnittlich werden Zirben 200 bis 400 Jahre alt. Einzelne Bäume können jedoch ein stolzes Alter von bis zu 1.200 Jahren erreichen,  das bei anderen, heimischen Bäumen nur von Eiben und Eichen übertroffen wird. Und das alles unter widrigsten Lebensbedingungen in eisiger Kälte, großer Höhe und bei Gefahr von Blitzschlag und Lawinen. Deshalb sind alte Zeitgenossen oft knorrige Gestalten, die durch ihre deformierte Wuchsform das Erscheinungsbild der Zirbe prägen.

 

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